Während noch vor wenigen Jahrzehnten nur das unbedingt notwendige Datenmaterial in den Unternehmen durch Mitarbeiter bearbeitet wurde, ist es durch den Einzug des PCs in die Firmen und Betriebe möglich geworden, auch große Datenmengen problemlos zu speichern, abzurufen und im betrieblichen Ablauf einzubauen. Dadurch hat das Datenmaterial einen hohen Stellenwert eingenommen. Treten Einschränkungen beim Datenzugriff auf oder ist er gar unmöglich, kann dies erhebliche Verluste verursachen.
Die meisten Unternehmen sichern deshalb mittels Backups, wie die Sicherheitskopien auch genannt werden, die Daten und Dokumente ihres Servers. In neueren Serversystemen spiegeln die dort integrierten Raid-Systeme alle Festplatten und kopieren so die Daten auf alle Festplatten, wodurch man eine mehrfache Datensicherung erhält. Doch bereits an diesem Punkt kann durch Nachlässigkeit oder Vorsatz des Mitarbeiters ein Datenverlust auftreten.
Doch es droht auch von außen Gefahr für das Datenvolumen durch unberechtigte Zugriffe oder sogar Zerstörung, denn Hacker und Programmierer von Würmern, Computerviren und Trojanern finden immer neue Wege, in firmeneigene Netzwerke einzudringen. Aktuelle Sicherheitssoftware wie Firewalls und Antivirenprogramme stellen deshalb eine Notwendigkeit dar. Nicht kalkulierbar sind hingegen Beschädigungen durch Feuer oder Wasser. Der gefürchtete Festplattencrash ist eine weitere Gefahrenquelle.
Tritt eines der zuvor genannten Ereignisse ein, sollte man von Eigenversuchen zur Datenrettung Abstand nehmen, denn diese haben meist einen endgültigen Datenverlust zur Folge. Wer auf das Datenmaterial angewiesen ist und einen Verlust schlecht ausgleichen könnte, beauftragt in eigenem Interesse einen Spezialisten mit der Datenrettung und Datenwiederherstellung. Die Profis öffnen die sehr staubempfindlichen Magnetscheiben der Festplatte in einem Labor mit Reinraumbedingungen. Sogar aus einem beschädigten Datenträger lassen sich dort die Daten durch modernste Systeme auslesen und auf ein anderes Laufwerk übertragen. Dabei wird die gleiche Hardware verwendet, wie sie der Auftraggeber einsetzt. Die Magnetscheiben werden in eine neue Festplattenmechanik integriert, damit die Daten auf einem anderen Datenträger gesichert und von da aus wieder hergestellt werden können.
Wer jedoch einen Dienstleister für Datenrettung beauftragen möchte, sollte zuvor einen Kostenvoranschlag einholen, denn der hohe Arbeits- und Kostenaufwand einer Datenrettung schlägt sich natürlich im Preis nieder. Dabei spielen natürlich Faktoren wie die wiederherzustellende Datenmenge, aber auch die verwendete Hardware eine Rolle.
Sucht man Anbieter für Datenrettung im Branchenbuch oder Internet, findet man dort meist eine Vielzahl entsprechender Unternehmen. Dabei handelt es sich jedoch oft um Partneragenturen der eigentlichen Datenretter, welche die Hardware an diese weiterleiten und die Berechnung vornehmen.
Kategorie: Datenrettung.