Um seinen Traum von den eigenen vier Wänden realisieren zu können, gilt vorab, seinen persönlichen Finanzierungsbedarf zu ermitteln. Dieser ergibt sich aus den Gesamtkosten der Immobilie abzüglich der bereits vorhandenen Eigenmittel und Eigenleistungen, die während der Bauphase erbracht werden können. Der daraus resultierende Kapitaldienst (Tilgung, Zinsen, eventuell einfließende Lebensversicherung) über die gesamte Finanzierungsdauer, ergibt den Finanzierungsplan.
So setzt sich im Allgemeinen der Finanzierungsbedarf bei der Immobilienfinanzierung aus dem Kaufpreis oder den Herstellungskosten für das Gebäude, den Kosten für energiesparende Maßnahmen, der Grunderwerbssteuer und den Notarkosten zusammen. Die daraus resultierenden Gesamtkosten, abzüglich der Eigenleistung und dem Eigenkapital bilden die Grundlage für die Erstellung des Finanzierungsplanes.
Um für ein stabiles Konzept bei der Finanzierung zu sorgen, sollte sich der Darlehensnehmer für einen richtigen Mix entscheiden, der aus rund 20 Prozent Eigenkapital, 50 bis 60 Prozent Hypothekendarlehen und rund 20 bis 30 Prozent Bauspardarlehen bestehen sollte, will man keine Einschnitte in den individuellen Lebensstandard in Kauf nehmen.
Mit staatlichen Fördermitteln will Vater Staat den Menschen gern zu einer eigenen Immobilie verhelfen; Bund und Länder unterstützen daher die Immobilienfinanzierung mit einer Reihe von Fördergeldern.
Zudem gilt in Zeiten, wo die gesetzliche Altersvorsorge allein nicht mehr ausreicht, der Immobilienkauf als wertvoller Baustein für das Alter. Der Anleger schafft etwas Wertbeständiges, das in die Immobilie investierte Geld ist weitestgehend vor Inflation geschützt und eine Wertsteigerung der Immobilie gilt als ziemlich gesichert. Allerdings sollte sich der Kreditnehmer darüber im Klaren sein, dass die Voraussetzungen für staatliche Fördermittel, wie Familiengröße und Einkommenshöhe, ganz unterschiedlich ausfallen können. So gibt das Gesetz zur Reform des Wohnungsbaurechts für alle Bundesländer nur den Rahmen für die staatliche Förderung vor.
Zudem sollte sich der Bauherr bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, sich mit ökologischen Bauweisen auseinander zu setzen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand, wie beispielsweise die Erhöhung des Wohnkomforts und der Schutz der Umwelt. Auch hier gibt es Möglichkeiten, vom Staat mit Fördermitteln unterstützt zu werden.
Kategorie: Kapital & Finanzierung.