Bedingt durch seine Herstellungsweise als gegossener Stein hat Beton eine ziemlich unebene Oberfläche, die Witterungs- und Umwelteinflüssen eine ideale Angriffsfläche bietet. Um den Beton vor den Folgen solcher Einflüsse zu schützen, bietet die Nanotechnologie die idealen Verfahren. Im Prinzip geht es dabei um die Beschichtung der Betonoberfläche mit winzigsten Partikeln, wodurch diese Oberfläche superhydrophob oder superhydrophil wird und Flüssigkeiten abperlen lässt.
Gerade die offenporige Oberfläche von Beton ist leicht von Verunreinigungen betroffen, sei es im Innenbereich etwa durch Öle und Fette, oder im Außenbereich durch Erden, Flechten und Moose. Die Nanopartikel dringen in die Poren ein und versiegeln sie, wodurch sich Verunreinigungen und Schadstoffe gar nicht erst auf der Oberfläche absetzen können oder zumindest mit einfachsten Mitteln zu reinigen sind, da den Schmutzstoffen der Halt auf der Oberfläche fehlt. Durch die optisch nicht sichtbare Beschichtung mit Partikeln von jeweils etwa 100 Nanometern Durchmesser wird die Betonoberfläche gleichzeitig unempfindlicher gegen UV-Einstrahlung und erreicht eine höhere Kratzfestigkeit.
Weitere Vorteile der Nanobeschichtung von Beton sind die einfache Verarbeitung und schnelle Trocknung, weshalb nanobeschichtete Betonflächen schon nach wenigen Stunden begeh- und belastbar sind. Dabei wird die Griffigkeit der Oberfläche aber nicht herabgesetzt, es besteht also keine erhöhte Rutschgefahr. Gerade im Außenbereich ist von Wichtigkeit, dass die Beschichtung durch Anwendung der Nanotechnologie sehr haltbar und langlebig ist. Die Aufbringung ist problemlos durch Sprühen, Rollen oder Pinseln zu bewerkstelligen, analog zu einer herkömmlichen Lackierung. Die Nanopartikel gehen dabei eine feste chemische Verbindung mit dem Beton ein und können nur mit hohem Aufwand wieder mechanisch entfernt werden.
Kategorie: Sanierung.