Nachdem Stevia, auch als „Süßkraut“ oder „Honigkraut“ bezeichnet, seit seiner Zulassung in 2008 auf dem amerikanischem Markt einen regelrechten Boom erlebt, kann dieser Trend nun auch zu uns nach Deutschland schwappen. Am 14. April 2010 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit eine positive Bewertung veröffentlicht, so dass eine baldige Zulassung auf dem europäischen Markt sehr wahrscheinlich ist.
Wo liegen die Vorteile von Stevia?
Die Blätter von der sogenannten “Stevia rebaudiana” wurden schon seit Jahrhunderten von den Einwohnern Südamerikas zum Süßen von Speisen und Getränken verwendet. Das Besondere an diesem natürlichem Süßstoff ist seine um bis zu 300fach stärkere Süßkraft gegenüber dem Haushaltszucker. Daneben ist es für Diabetiker geeignet und schützt die Zähne vor Karies.
Warum war Stevia in Deutschland bisher nicht zugelassen?
Hierzulande wurde Stevia der sogenannten Novel-Food-Verordnung unterstellt. Die Ablehnung wurde auf eine wissenschaftliche Arbeit aus den USA gestützt, die dort auch kurzfristig zu einem Verkaufsstop führte. Die These, laut der Stevia ein mutagenes Risiko unterstellt wird, ist inzwischen widerlegt worden. Kaufen kann man Stevia trotzdem, in Bio-Läden und im Internet wird es aufgrund der fehlenden Zulassung als Lebensmittel jedoch offiziell meist als Kosmetikartikel verkauft.
Natürlich süßen – bald für jeden?
Sofern Stevia in Deutschland offiziell als Süßungsmittel zugelassen wird, wird für viele ein kleiner Traum in Erfüllung gehen: Süßen ohne Kalorien und ohne den Zähnen zu schaden! Nach der positiven Bewertung gilt die EU-weite Zulassung nun als sehr wahrscheinlich – bis 2011 werden wir uns laut Expertenmeinung allerdings noch gedulden müssen.
Kategorie: gesunde Ernährung.