Das Passivhaus wurde Anfang der 90-er Jahre erstmalig in kleinen Mustersiedlungen erbaut und erfolgreich erprobt. In der Praxis hat es bewiesen, dass es beinahe vollständig autark – ohne Einsatz der üblichen fossilen Energieträger (Öl, Gas, Kohle usw.) beheizt werden kann. Passivhäuser sind den konventionellen Massivbauhäuser in ökologischer und ökonomischer Hinsicht überlegen, die energiesparende Technik schont die natürlichen Ressourcen und leistet einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Bewohner eines Passivhauses können Jahr für Jahr von den geringen Energiekosten profitieren und bares Geld sparen. Energie wird sich in den nächsten Jahrzehnten zunehmend verteuern, was den Bau eines Niedrigenergiehauses noch attraktiver macht.
So funktioniert das Passivhaus
Passivhäuser werden nicht über konventionelle Heizkörper und Öfen, sondern über die Luft beheizt, was ein besonders angenehmes Raumklima garantiert. Die notwendige Wärmeenergie wird durch den Einsatz von Sonnenkollektoren, die in der Regel auf dem Dach installiert werden, erzeugt.
Das Haus ist mit einer umfassenden Lüftungsanlage ausgestattet in der die Luft auf die gewünschte Temperatur erwärmt und in alle Räume gelangt. Die einmal produzierte Wärmeenergie wird von einer Wärmerückgewinnungsanlage permanent aus der verbrauchten Luft entnommen und der Frischluft wieder zugesetzt.
Passivhäuser nutzen die natürliche intensive Sonneneinstrahlung der Südseite durch den Einbau großer Fensterfronten, die zwecks Wärmedämmung dreifach verglast werden. Zudem wird die gesamte Wärmedämmung des Gebäudes so intensiviert, dass kaum Energie verloren geht.
Die Baukosten
Die aufwendige Technik im Passivhaus verursacht im Vergleich zu konventionell gebauten Häusern Mehrkosten von ca. 5 – 15%. Dem gegenüber steht die permanente Ersparnis bei den Energiekosten, was sich über die Jahre für die Häuslebauer rechnet.
Kategorie: Haus & Bau.