Zwar gelten auch Schüssler Salze als homöopathische Arzneimittel, trotzdem sind sie nicht Bestandteil der klassischen Homöopathie. Die Biochemie nach Schüssler ging ursprünglich aus der klassischen Homöopathie hervor, wurde aber ein eigenständiges alternatives Heilverfahren. Die Entwicklung der Schüssler Salze beruht auf der Erkenntnis Dr. Schüsslers, dass Mineralstoffmangel zur Entstehung verschiedenster Krankheitsbilder führt. Werden dem menschlichen Organismus Mineralsalze in ausreichender Menge zugeführt, kann sich der Gesundheitszustand wieder stabilisieren, so lautete Schüsslers Annahme.

Die in homöopathischen Dosen verabreichten Mineralstoffe sollen das Elektrolytgleichgewicht in den Zellen wiederherstellen und die Zellmembranen regulieren und so zahlreiche Krankheitsbeschwerden lindern oder ganz beseitigen können. Schüssler selbst beschrieb zunächst nur zwölf Salze mit zellregulierender Wirkung, später kamen noch zwölf weitere, so genannte Ergänzungsmittel hinzu. Für die heute praktizierte Mineralstofftherapie stehen demnach vierundzwanzig Salze zur Verfügung.

Die besonderen Vorteile der Biochemie nach Dr. Schüssler bestehen darin, dass die Heilmethode gut zu überschauen, zu erlernen und dabei leicht anzuwenden ist. Potenzierte Schüssler Salze rufen keinerlei Nebenwirkungen hervor. Zu den Mineralien gehören unter anderem Calcium fluoratum und Calcium phosphoricum. Ersteres soll dem Elastizitätsverlust und schlechtem Bindegewebe entgegenwirken. Das Mittel wird unter anderem bei Krampfadern, Bänderschwäche oder Bandscheibenproblemen eingenommen. Calcium phosphoricum gilt als Aufbaupräparat für Knochen, Muskeln, Zähne und soll das Immunsystem stärken. Es wird gern verwendet als Nerven-, Kräftigungs- und Beruhigungsmittel.