Herkömmliche Fundamentplatten, wie sie seit mehreren Jahrzehnten Verwendung finden, dienen der Stabilität des Gebäudes zur Vermeidung von Absackungen und den daraus resultierenden Schäden an Seitenwänden und Mauerwerk. Sie gleichen die geologischen Abträglichkeiten eines Bauplatzes ebenso aus wie die oftmals zu geringe Tragfähigkeit des Bodens.

Bodenplatten werden aus Beton gegossen und enthalten Stahlmatten, die der Gesamtkonstruktion die erforderliche Stabilität verschafft. Die Bodenplatte ermöglichen es, dass sich die Gesamtlast des Gebäudes gleichmäßig verteilt und somit keine Bodenpressungen entstehen lässt.

Für nicht unterkellerte Gebäude bzw. Gebäude, deren Kellerräume wohnlich genutzt werden, sind die konventionellen Fundamente allerdings ungeeignet, da hier die Eigenschaften des Stahlbeton bewirken, dass großflächig Kälte durch das Fundament unmittelbar in die Wohnräume gelangt und dort zu Beeinträchtigungen führt. Inzwischen gibt es für diese Einsatzbereiche aber Thermobodenplatten, die die statische Eigenschaften einer Sohlplatte mit einer energiesparenden Dämm- und Isolationseigenschaft verbindet.

Thermobodenplatten, die auch als Niedrigenergie Bodenplatten für Passivhäuser Bezeichnung finden, bestehen aus einer Stahlbetonkonstruktion, die nicht die primäre Eigenschaft hat, Wärmeenergie zu erzeugen, obgleich Ausführungen auch als Bodenplatten mit integrierter Fußbodenheizung erhältlich.

Der Unterschied in technischer Hinsicht besteht aus einer den Sockel und die gesamte Fläche erfassenden Ummantelung aus Kunststoffschaum, der Energieeinsparungen bis zu einem Drittel möglich macht. Die Kunststoffummantelung sorgt dafür, dass die Kälte "draussen".

Die Kosten einer Thermobodenplatte sind niedriger als die der weniger aufwendigen Fundamente, was darauf zurück zu führen ist, dass sich der geringere Verbrauch von Stahl- und Beton kostengünstig auswirken. Für unterkellerte Wohngebäude kann alternativ die Decke des Kellers separat isoliert werden, um einen sogenannten "Wohnkeller" zu konstruieren.