Viele kennen das Problem im Sommer. Während die meisten Menschen mit offenen Schuhen oder sogar barfuß herumlaufen, versteckt man selbst seine Füße in Socken und Schuhen. Der rund dafür sind unschöne Veränderungen der Fußnägel. Diese können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Oftmals werden die lästigen Verfärbungen und Aufwerfungen der Nägel durch Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes (Zuckerkrankheit), hervorgerufen und sind dann Folgeerscheinungen dieser Erkrankungen.

Jedoch kommt bei Nagelveränderungen auch eine Infektion mit Nagelpilz in Betracht. Mediziner sind sogar der Ansicht, dass mehr als die Hälfte aller veränderten Nägel auf Nagelpilz (im Fachjargon auch Nagelmykose oder Onychomykose) zurückzuführen sind. Dieser befällt die Keratin-Schichten, aus denen der Nagel besteht, und macht sie spröde und rissig. Der Nagel verliert seine Stabilität und der völlige Verlust des Nagels droht. Da Nagelpilz ein feucht-warmes Milieu bevorzugt, sind die Zehennägel häufiger betroffen als Fingernägel.

Bei einer Nagelpilzinfektion muss umgehend gehandelt werden, denn die Gefahr der Ansteckung ist hoch. Nagelpilz kann durch den bloßen Kontakt von Nagel zu Nagel übertragen werden. Menschen, die mit einem Betroffenen im selben Haushalt leben, sind somit besonders gefährdet.

Die Ursache der Nagelveränderungen muss vom Hautarzt untersucht werden, der dann eine gezielte Therapie einleitet. Bei der Behandlung wird der Nagel einmal täglich mit einem medizinischen Nagellack versorgt. Dieser dringt aufgrund seiner speziellen Zusammensetzung in die tiefern Schichten des Nagels ein und hat dort eine pilztötende Wirkung. Ferner wirkt er stabilisierend auf die Nageloberfläche. Trotzdem ist eine Behandlung des Nagelpilzes langwierig und kann bis zu 12 Monaten dauern, denn letztendlich muss ein gesunder Nagel von Grund auf nachwachsen. Diese Behandlung sollte aufgrund der leichten Ansteckung von allgemeinhygienischen Maßnahmen, beispielsweise der Desinfektion der Socken, unterstützt werden.