Wer heutzutage ein Haus bauen möchte, hat eine Vielzahl an Möglichkeiten hinsichtlich der Bauart und Bauweise. Längst gibt es nicht mehr nur massive, vollunterkellerte Häuser. Je nach Geldbeutel und Geschmack bieten sich Fertighäuser, Reihenhäuser, Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser, etc. an. Eine sehr alte Bauweise, die sich in Zeiten des zunehmenden Bewusstseins von Umweltgiften und Ökologie verstärkter Nachfrage erfreut, ist das Blockhaus.

Die ersten Blockhäuser wurden bereits um 1150-700 v. Chr. gebaut und haben ihren Ursprung in den dichtbewaldeten Gebieten Europas. Lange Zeit war dies die günstigste und zeitsparendste Baumethode. Am häufigsten ist diese Bauform heute noch in Skandinavien anzutreffen, was die Synonyme „Schwedenhaus“ oder „Finnhaus“ erklärt, wobei jedoch im modernen Blockhausbau eine Vielzahl verschiedener Faktoren berücksichtigt werden müssen. Nicht jedes mit Holz verkleidete Haus ist tatsächlich ein Blockhaus.

Ein „echtes“ Blockhaus zeichnet sich dadurch aus, dass es in seiner Gesamtkonstruktion aus mindesten 95mm starken Nadelholz-Bohlen besteht. Als qualitativ hochwertigster Baustoff gilt die Polarkiefer, welche in Finnland im Bereich des 65. Breitengrades wächst. Durch die kurze Wachstumsperiode in dieser Region hat das Holz sehr dichte Jahresringe und eignet sich daher hervorragend zum Blockhausbau.

Neben der Wahl des Holzes ist eine fachgerechte Planung unabdingbar. Nur Fachleute mit entsprechender Erfahrung sollten mit dem Bau eines solchen Hauses beauftragt werden. Auch gibt es hinsichtlich der Architektur einige Einschränkungen und nachträgliche Änderungen des Bauplanes sollten vermieden werden. Nach Beachtung der wesentlichen Punkte kann man jedoch die Vorteile seines Holzhauses in vollen Zügen genießen, das wären beispielsweise die einzigartige Optik, angenehmer Nadelduft, Langlebigkeit, hervorragende Strahlungs- und Lärmdämmung, uneingeschränkte Eignung für Allergiker und Asthmatiker sowie ein Beitrag zum Umweltschutz durch Verwendung nachwachsender Rohstoffe.