Um Rasenflächen dauerhaft gesund und attraktiv zu erhalten, ist regelmäßiges Vertikutieren unerlässlich. Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe des Rasens durch spezielle Technik wie elektrische oder mit Benzinmotoren angetriebene Vertikutierer angeritzt, wobei Rasenfilz und Moose entfernt werden.
Die günstigste Zeit für diese Form der Rasenpflege sind die Frühlingsmonate von März bis maximal Anfang Mai. Die Temperaturen sind noch nicht zu hoch und der Rasen kann sich gut regenerieren. Nach dem Vertikutiergang sollte die Rasenfläche gedüngt werden, gegebenenfalls ist es nötig, nachzusäen, wenn die Gradnarbe größere Lücken aufweist. Beim Vertikutieren sollte der Boden zwar angeritzt, aber keinesfalls dürfen dabei die Graswurzeln beschädigt werden. Die Schnitttiefe kann zum Beispiel über die Veränderung der Messerwelle oder über die Höhe des Rades variabel eingestellt werden. Bewährt hat sich eine Vertikutieriefe von circa drei bis fünf Millimetern. Dadurch wird der Rasenfilz, bestehend aus Moos und abgestorbenen Gräsern, entfernt, gleichzeitig leidet der Rasen nicht durch den Vertikutiervorgang.
Keinesfalls sollte man frisch angelegten Rasen vertikutieren, da bei der Arbeit ansonsten die noch nicht fest verwurzelten Gräser mit herausgerissen werden. Üblicherweise wird empfohlen, nur Rasenflächen, die drei Jahre und älter sind, auf diese Weise zu behandeln. Es kann durchaus auch im Herbst noch einmal vertikutiert werden, um das während der Sommermonate gewachsene Moos zu entfernen. Bewässern nach dem Vertikutieren ist nur bei Trockenheit notwendig.
Kategorie: Garten & Landschaft.