Autogenes Training ist eine bekannte und bewährte Entspannungstechnik, die auf Selbstbeeinflussung bzw. Autosuggestion beruht. Zwar ist es möglich, mit Hilfe von Büchern, DVDs oder CDs die Methode im Selbststudium zu erlernen, empfohlen wird Unerfahrenen aber, sie unter fachkundiger Anleitung speziell ausgebildeter Ärzte und Psychotherapeuten zu erlernen. Dazu werden Kurse in Autogenem Training in vielen Städten angeboten.

 

Vor allem zur Stressbewältigung eignet sich dieses Verfahren. Autogenes Training wird aber auch eingesetzt, um zahlreiche gesundheitliche Störungen und Beschwerden wie Muskelverspannungen, Herz-/Kreislaufprobleme, Schlafstörungen, Bluthochdruck, innere Unruhezustände oder Migräne und Asthma zu lindern. Der Übende nimmt eine ganz entspannte Haltung ein und versetzt sich in einen Ruhezustand, indem er sich auf bestimmte Vorstellungen konzentriert und in Gedanken Formulierungen ausspricht wie: „Ich bin ganz ruhig“ oder „Mein Arm wird schwer“. Die Übungen können körperliche Vorgänge beeinflussen. Konzentriert sich der Übende richtig auf diese Gefühle, reagiert der Körper auch darauf.

 

Zu den Grundübungen in der so genannten Unterstufe gehören Schwere-, Wärme-, Atem- oder Bauchübungen. Oft wird Autogenes Training in der Gruppe geübt, eine Einheit dauert circa eine Stunde. Zum Ende der Einführungsstunden wird der erreichte Entspannungszustand wieder zurückgenommen. Die Oberstufe baut auf der Unterstufe auf, ist aber wesentlich komplexer. Geübten gelingt es mit der Zeit, innerhalb weniger Minuten den gewünschten Entspannungszustand zu erzielen. Dadurch kann Autogenes Training immer und überall angewendet werden.