Leuchtend grüne, samtige Moospolster im Wald erfreuen das Auge. Moos im Garten und vor allem im schön angelegten Rasen wird von Gärtnern allerdings weit weniger geschätzt. Viele probieren jahrelang alle möglichen Methoden aus, um das Mooswachstum auf Grünflächen in den Griff zu bekommen. Es wird unter anderem gekalkt und gedüngt, was das Zeug hält.

Welche Faktoren führen aber zur Vermoosung von Rasenflächen? Moos findet sich vor allem an schattigen Standorten und auf sauren, schweren und sehr feuchten Böden. Durch Bodenverbesserungsmaßnahmen und gezielte Düngung können langfristig durchaus Ergebnisse erzielt werden. Staunasse Böden können zum Beispiel drainiert werden, auch das Einbringen von feinkörnigem Sand ist vorteilhaft. Lässt sich ein schattiger Standort durch das Beschneiden von Bäumen und Sträuchern nicht wesentlich erhellen, sollten schattenverträgliche Rasenmischungen nachgesät werden.

Grundsätzlich ist auch der Einsatz eines Vertikutierers empfehlenswert. Bei richtiger Anwendung entfernt das Gerät Moos aus dem Rasen, ohne den Graspflanzen Schaden zuzufügen. Die beste Zeit zum Vertikutieren ist im zeitigen Frühling sowie in den Herbstmonaten. Auf Graslücken wird neue Saat ausgebracht. Einige Gärtner favorisieren Eisendünger, um Moos wirkungsvoll zu beseitigen. Nach der Düngerbehandlung stirbt das Moos ab, erkennbar an den unansehnlichen, schwarzen Stellen im Rasen. Wird das abgestorbene Moos entfernt, kann man sich bald wieder an einem schönen grünen Rasen erfreuen.