Die reinigende Wirkung von Waschnüssen wissen die Menschen in Indien schon seit langem zu schätzen. Sie verwenden die Früchte des Waschnussbaums dazu, ihre Kleidung zu waschen, benutzen den Sud aus Waschnüssen aber auch als Shampoo für die Haarpflege.

Seit einigen Jahren wird das biologische Reinigungsmittel auch in Europa immer populärer. Als natürliche und hautverträgliche Alternative zu herkömmlichen Waschmitteln aus den Chemielabors gewinnt es zunehmend an Bedeutung. Für die Waschnuss spricht einiges: Ihre Schalen beinhalten Saponin, das für die Waschkraft verantwortlich ist. Weder Bleichmittel noch Duftstoffe oder weitere chemische Zusätze sind in den Nüssen enthalten. Deswegen nutzen verstärkt auch Allergiker dieses natürliche Waschmittel.

Im Vergleich zu herkömmlichen Waschpulvern oder Flüssigwaschmitteln sind die Nüsse preiswert zu haben. Pro Waschgang werden jeweils nur einige wenige Schalen benötigt, die in einem kleinen Baumwollsack verstaut und zur Schmutzwäsche in die Trommel gegeben werden. Zu beachten ist allerdings, dass Waschnüsse keine optischen Aufheller enthalten. Deshalb muss gelegentlich beim Waschen von Weißwäsche ein natürliches Bleichmittel hinzugefügt werden. Auch die Zugabe von Wasserenthärter ist bei hartem Wasser sinnvoll. Wer seine Wäsche mit Waschnüssen pflegt, kann auf Weichspüler verzichten. Nach dem Waschen können die Nussschalen einfach kompostiert werden.

Auch zur Körper- und Haarpflege können die vielseitigen Baumfrüchte dienen. Einige Schalen werden mit einem Liter Wasser circa fünf Minuten aufgekocht. Der so entstandene Sud lässt sich gut als Duschmittel oder Shampoo verwenden.