Jeder Mensch hat eine innere Uhr, die dafür verantwortlich ist, dass bestimmte Körperprozesse in Zyklen ablaufen. Der Organismus wird aber auch durch die Umwelt beeinflusst, wobei das Tageslicht ein wichtiger, so genannter Zeitgeber ist. Durch die jährliche Zeitumstellung im Frühling und im Herbst kann sich die innere Uhr schwer an den Wechsel im Tagesrhythmus anpassen, selbst wenn es sich nur um eine Stunde handelt.

In Studien konnte festgestellt werden, dass die Anpassung an die Sommerzeit im März für viele besonders schwierig ist. Ob die saisonale Störung der inneren Uhr Langzeiteffekte auf die Gesundheit hat, ist bislang nicht geklärt. Allerdings konnte nachgewiesen werden, dass vor allem Menschen mit Schlafstörungen oder organischen Krankheiten, aber auch Ältere und Kinder mit der Anpassung an die Zeitumstellung zu kämpfen haben. Vergleichbar sind die gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit dem Jetlag. Zu den Symptomen gehören neben Schlafstörungen unter anderem Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit, Verdauungsprobleme, aber auch zum Teil depressive Verstimmungen und Schwankungen der Herzfrequenz.

Nicht jedem macht die Zeitumstellung zu schaffen. Einige passen sich auch innerhalb von wenigen Tagen an die neue Zeit an. Andere dagegen brauchen wenigstens vierzehn Tage, bis sich ihre innere Uhr auf den veränderten äußeren Tagesablauf einstimmt. In schweren Fällen mit starken Beschwerden ist ein Arztbesuch auf jeden Fall ratsam. Übrigens leiden nicht nur Menschen unter der Zeitumstellung. Kühe geben nachweislich weniger Milch nach der Uhrenumstellung als zu anderen Zeiten im Jahr.