Wenn der Boden im Frühling bereits gut erwärmt ist und kein Frost mehr droht, ist die beste Zeit, Kartoffeln im Garten anzupflanzen. Dafür werden Setz- bzw. Saatkartoffeln benötigt. Das Pflanzgut erhalten Gartenfreunde bei lokalen Kartoffelbauern, in Gärtnereien und Gartenfachmärkten. Auch in Pflanzenkatalogen sowie im Internethandel können die Pflanzkartoffeln bestellt werden. Für Gartenbesitzer, denen die Herkunft ihrer Setzkartoffeln wichtig ist, stehen Sorten aus ökologischer Vermehrung zur Verfügung.

Kartoffeln werden entsprechend den klimatischen Voraussetzungen und nach der Dauer ihrer Wachstumsperiode ausgewählt. Wenn man schon im Juli die ersten Kartoffeln aus eigenem Anbau ernten möchte, sollte man sich für frühreife Sorten entscheiden. Nach den Kocheigenschaften der jeweiligen Sorte wie fest kochend oder mehlig kochend kann ebenfalls eine Auswahl getroffen werden. Anbieter von Saatkartoffeln im Internet erleichtern die Suche nach der passenden Kartoffelsorte, indem in den Online-Shops nach bestimmten Kriterien wie Reifezeit, Kochtyp, Sorte oder Verwendungszweck gewählt werden kann.

Gut geeignet für den Kartoffelanbau sind Sandböden oder sandige Lehmböden. Pflanzkartoffeln brauchen ausreichend Nährstoffe, deshalb wird im Herbst des Vorjahres guter Kompost oder Mist in den Boden eingearbeitet. Bevor von Ende März bis Anfang Mai gepflanzt werden kann, muss das Kartoffelbeet circa dreißig Zentimeter tief umgegraben werden. Es werden Furchen ausgehoben, in die die Saatkartoffeln in ausreichendem Abstand hineingelegt werden. Ganz wichtig ist, die Kartoffeln gut mit Erde zu bedecken. Angehäufelt wird die Erde später, wenn die Pflanzentriebe eine Höhe von fünfzehn bis zwanzig Zentimeter erreicht haben.

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