Beim Bambus unterscheidet man unter anderem zwischen den Gattungen Fargesia und Phyllostachys. Fargesia hat einen Blührhythmus von mindestens 80 Jahren. Diese Bambuspflanze muss nach der Blüte zurückgeschnitten werden, um nicht zu verkümmern und um weiter zu wachsen. Die Vermehrung erfolgt hier durch Samen. Bei Phyllostachys erfolgt die Vermehrung durch Rhizome. Die Pflanze wuchert stark, sie kann zur Bodenbefestigung eingesetzt werden. Der Gartenfreund sollte bei der Anpflanzung von Phyllostachys die Anbringung einer Rhizomsperre nicht vergessen. Junge Triebe von Phyllostachys werden als Bambussprossen in der Gastronomie verwendet.

Winterharter Bambus wird zur Kübelbepflanzung und im Garten eingesetzt. Er wird in deutschen Gärten mit den Jahren immer beliebter. Bambus dient als Sichtschutz und ist als immergrüne Pflanze auch im Winter ein Blickfang. Bambuspflanzen können durch speziell auf den Bambus abgestimmten Bambusdünger im Wachstum gefördert werden. Die eleganten Bambusstangen ergänzen die einheimischen Pflanzen und sorgen für Harmonie und Ausgeglichenheit im Garten. In China war Bambus seit jeher ein wesentlicher Bestandteil der Gartengestaltung.

Die meisten der in Deutschland verkauften Bambusarten verkraften unbeschadet Temperaturen bis zu -20 Grad Celsius. Die bekanntesten Bambusarten stammen aus China und Südamerika. Bambus findet seine Verwendung nicht nur im Gartenbau, bei Bambusmöbeln und in der Gastronomie, sondern wird auch traditionell in der Konstruktion von Bauwerken eingesetzt bzw. findet Verwendung in der Herstellung von Bambusparkett. In erdbebengefährdeten Gebieten zeigt sich, dass Häuser aus Bambus stabiler reagieren als Backsteinbauten, sie halten auch extremen Belastungen stand.