Als Alternative zu synthetischen Süßstoffen und zu Zucker rückt Stevia immer stärker in den Fokus des allgemeinen Interesses. Was ist Stevia? Bei Stevia handelt es sich um eine Pflanze, die ursprünglich ausschließlich in Südamerika vorkam. Der Süßstoff steckt in den Pflanzenblättern und wird als Steviosid bezeichnet. Und dieser Süßstoff hat es in sich, denn er ist dreihundert Mal süßer als Zucker.

Dabei macht Steviosid aber nicht dick, sondern ist kalorienfrei. Er schädigt auch nicht die Zähne. Ganz im Gegenteil: Stevia werden sogar gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. In Studien wurde nachgewiesen, dass der Süßstoff die Entstehung von Plaque auf den Zähnen verhindern kann, selbst einen positiven Effekt auf den Blutdruck soll das Mittel bei regelmäßiger Anwendung haben.

In ihrer Ursprungsregion wurde die Pflanze auch als Arzneimittel eingesetzt. Umso unbegreiflicher ist es, dass Stevia bislang in der EU noch nicht als Lebensmittel zugelassen wurde. Anders verhält es sich in asiatischen Ländern und in der Schweiz, wo Stevia-Produkte bereits zugelassen wurden. Vor allem die Hersteller von synthetischen Süßstoffen sehen in Stevia eine echte Konkurrenz, kein Wunder, denn in Asien hat Steviosid bereits einen sehr hohen Marktanteil. Das Süßkraut lässt sich gut anbauen, ist allerdings frostempfindlich. Wissenschaftler arbeiten daran, Stevia-Arten zu züchten, die widerstandsfähig gegenüber Kälte sind.