Als Niedrigenergiehäuser werden sowohl Neubauten als auch sanierte Altbauten bezeichnet, die das Energieniveau unterschreiten, welche der Gesetzgeber für diese Gebäude vorgesehen hat. Diese Häuser haben also einen sehr niedrigen Verbrauch an Heizwärme sowie an warmem Wasser.

Bei Niedrigenergiehäusern darf der Energieverbrauch höchstens 70 KWh betragen, was umgerechnet einen Verbrauch von 7 Litern Heizöl oder 7 Kubikmetern Erdgas pro Quadratmeter im Jahr bedeutet. Hierdurch wird der Transmissions-Wärmeverlust um 30 Prozent reduziert

Ein Niedrigenergiehaus ist ohne besonderen Bauaufwand zu errichten. Der finanzielle Mehraufwand liegt 3-8 Prozent über den normalen Baukosten. Das Niedrigenergiehaus muss über einen sehr guten Wärmeschutz verfügen und es sollte keine Wärmebrücken geben, also keine Bauteile vorhanden sein, welche die Wärme nach draußen transportieren. Weiterhin muss die Luftdichtheit dieser Häuser normgerecht sein. Um die niedrigen Verbrauchswerte zu erreichen, muss die Gebäudeform kompakt sein und die Gebäudehülle sich in einem guten Zustand befinden.

Beim Bau eines Niedrigenergiehauses oder beim Umbau eines Gebäudes in ein solches ist die Lage des Gebäudes oder des Baugrundstückes zu beachten ebenso wie die Ausrichtung der Hauptfenster nach Süden. Kellerdecke, Geschossdecken und Dach müssen gut gedämmt sein. Die Zimmer sollen nach Verwendungszweck ausgerichtet sein, was bedeutet, dass die Wohnräume nach Süden und Räume wie Küche, Bad oder WC nach Norden hin liegen sollten. Die Fenster des Energiesparhauses sollten aus einem zwei-oder dreischichtigem Wärmeschutzglas bestehen. Es muss eine thermische Solaranlage zur Zubereitung von Warmwasser vorhanden sein und das Haus sollte über eine energieeffiziente Heizanlage – zum Beispiel einen Brenn-oder Niedrigtemperaturkessel oder eine Holzheizung – verfügen. Weiterhin sollten stromsparende Haushaltsgeräte verwendet werden.