Wenn Gebäude mit zweischaligem Mauerwerk nachträglich gedämmt werden sollen, findet häufig die Einblasdämmung Anwendung. Bei diesem Verfahren werden in bestimmtem Abstand Löcher in die Hausfassade gebohrt. Über die Bohrlöcher wird mit Hilfe spezieller Technik der Dämmstoff in die vorhandene Hohlschicht eingebracht. Voraussetzung ist, dass eine Hohlschicht von drei Zentimetern im Mauerwerk vorhanden ist. Ob die Hohlräume groß genug sind, kann vorab im Rahmen einer endoskopischen Untersuchung ermittelt werden. Die Zellulosedämmung kann natürlich auch für die Dachdämmung genutzt werden, wenn dort ausreichende Hohlräume zur Verfügung stehen.
Die Einblasmaschine erzeugt Druckluft, die mit dem losen Dämmmaterial vermischt und über einen Füllschlauch in die Mauerwerkshohlräume eingeblasen wird. Nach der Dämmung werden die Bohrlöcher wieder verschlossen. Schöne Fassaden bleiben bei der Einblasdämmung im Gegensatz zum Wärmedämmverbundsystem erhalten. Anders als bei einer Dämmung zum Beispiel mit Mineralwolleplatten ermöglicht die Einblasdämmung eine fugenlose Dämmung. Durch den hohen Einblasdruck kann der Dämmstoff sehr gut in den jeweiligen Hohlraum eingeblasen und dort verdichtet werden. Selbst krumme Balken, unregelmäßige Sparrenabstände, Kuppeln oder Gewölbe lassen sich mit diesem Verfahren umfassend und effizient dämmen.
Die durch die Zellulosedämmung erreichte Wärmespeicherkapazität ist hoch, Wärme wird effektiv gespeichert und verzögert wieder abgegeben, wodurch nicht nur viel Energie gespart wird, sondern auch der Wohnkomfort wesentlich gesteigert werden kann. Hauseigentümer können die Einblasdämmung jedoch nicht selbst vornehmen, sie wird von Fachbetrieben ausgeführt, die sich auf diese Technik spezialisiert haben.
Kategorie: Sanierung.