Rindenmulch ist ein unbehandeltes Material, das aus zerkleinerter Baumrinde besteht. Diese Holzhackschnitzel werden im Gartenbau und in der Landwirtschaft eingesetzt. Sie dienen der Bodenabdeckung, durch den Mulch wird der Boden vor Austrocknung bewahrt. Bodenerosion wird durch den Rindenmulch verhindert, auch bei stärkeren Regenfällen wird die obere Humusschicht nicht abgetragen und der fruchtbare Boden wird nicht weggespült. Außerdem treffen die Sonnenstrahlen nicht direkt auf den Boden, dieser bleibt länger dadurch feucht.
Rindenmulch begünstigt die Ansiedlung von nützlichen Kleinstlebewesen, die die Bodenqualität auf lange Sicht verbessern und die Fruchtbarkeit des Bodens erhöhen. Holzhackschnitzel werden in einer Schicht von bis zu 5 cm Höhe auf den Gartenboden aufgetragen. Durch die Mulchschicht werden Unkräuter am Wachstum gehindert und der Gartenfreund hat weniger Arbeit mit dem Unkraut jäten, er hat mehr Zeit, um sich auf seine Nutzpflanzen zu konzentrieren. Der Boden sollte vor dem Mulchen ausreichend mit Stickstoff versorgt werden. Hierzu kann Rindenmulch mit stickstoffhaltigen Hornspänen vermengt werden.
Mit der Zeit wird Rindenmulch von den Bodenorganismen zersetzt. Mulch wird dabei zu Humus verarbeitet, der vorteilhaft als organischer Dünger wirkt. Dabei verbrauchen die Bodenlebewesen Stickstoff, damit auch noch die Gartenpflanzen ausreichend Stickstoff zur Verfügung haben, ist eine ausreichende Stickstoffversorgung des Bodens notwendig. Im übertragenen Sinne werden in der Landwirtschaft und im gewerblichen Gartenbau – im Bereich Gemüsekulturen sowie Containerpflanzen und Topfpflanzen – Bioplastik und Kunststofffolien zum Mulchen benutzt.
Für Hobbygartenbauer werden inzwischen bereits farbige Hackschnitzel angeboten, die zur farblichen Gestaltung des Gartens oder zur Kennzeichnung bestimmter Gartenabschnitte vom Hobbygärtner eingesetzt werden können.
Kategorie: Garten & Landschaft.