Nach Lungenkrebs (bei Männern) und Brustkrebs (bei Frauen) ist der Darmkrebs in Deutschland die zweithäufigste Krebstodesursache. In den westlichen Industriestaaten ist diese Art Erkrankung am häufigsten vertreten. Die Vermutung liegt nahe, dass nicht nur Gene einen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko haben, sondern auch Umwelteinflüsse und besonders die Ernährungsgewohnheiten dem Darmkrebs Vorschub leisten können.
In den meisten afrikanischen, asiatischen und südamerikanischen Ländern ist diese Erkrankung so gut wie nicht vorhanden. Viele komplexe Kohlenhydrate, Antioxidantien, Ballaststoffe, wenig Fett und der reduzierte Genuss von tierischen Proteinen, kennzeichnet die Ernährungsstruktur dieser Länder. Die fettreiche, ballaststoffarme Ernährung begleitet von wenig Bewegung in den Industriestaaten dagegen, scheint einen erheblichen Risikofaktor darzustellen. Betrachtet man das Verdauungsorgan „Darm“, so liegt es eigentlich auf der Hand, dass langes Verweilen von krebserregenden Stoffen im Darm zu Erkrankungen führen muss.
Zur Darmkrebsvorsorge, die jeder einzelne für sich leisten kann, zählt eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und falls eine sitzende Tätigkeit den Tag dominiert, eine ausgleichende Sportart. Da der Darmkrebs eine Erkrankung ist, die sich sehr langsam entwickelt, bestehen bei einer Darmkrebsfrüherkennung gute Heilungschancen. Der Arzt kann einen Schnelltest auf okkultes Blut im Stuhl machen, aber auch Apotheken bieten Tests an, die vom Patienten selbst eingeschickt werden können. Zum Beispiel gibt es einen Darmkrebstest, der sich ausschließlich auf die Suche nach dem Schlüsselenzym für die Regulation des Tumorstoffwechsels macht. Dabei liegt die Genauigkeit, mit der ein Tumorwachstum erkannt werden kann, höher als bei dem Test auf okkultes Blut. Sollte dieser Test positiv reagieren, muss der Getestete unbedingt weitere Untersuchungen durch den Arzt einleiten. Um dem vorzubeugen gibt es zunächst eine einfache Möglichkeit: Ernährungsgewohnheiten können umgestellt werden, deshalb sollte sich der gesundheitsbewusste Mensch eher für Fisch als für Fleisch entscheiden und seinen Geschmack auf Gemüse und Vollkornprodukte umstellen.
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