Börsenbriefe haben eine zunehmend wichtige Rolle für Anleger. Sind doch die von Banken und Brokern herausgegebenen Informationen zumeist von Eigeninteressen des Finanzinstituts getrieben, so müssen Börsenbriefe durch Qualität bestechen.

Es lohnt sich also für Anleger, einige Börsenbriefe über einen Zeitraum zu beobachten, um deren Abhängigkeiten abschätzen zu können. Fragen Sie ruhig nach, wie sich der Börsenbrief finanziert, bevor Sie dem Autor vertrauen. Wenn Sie dann erfahren, dass ein „großer Investor“ den Rückhalt des Briefes ausmacht, dann sollten Sie diesen Börsenbrief sofort abbestellen. Denn der „große Investor“ wird dem Autor in seine Empfehlungen hineinreden und eigene Themen zu puschen versuchen.

Börsenbriefe, die sich ganz normal wie Zeitschriften verkaufen und vom Verkaufserfolg abhängig sind, sind die einzigen Informationsquellen, die wirklich unabhängige Informationen versprechen. Schauen Sie sich stets auch den Lebenslauf des Autors / der Autoren an, damit Sie deren Bildungsstand beurteilen können.

Es schadet auch nichts, nicht nur einem Börsenbrief zu vertrauen. Wenn Sie einmal einen Börsenbrief gefunden haben, dem Sie vertrauen und der Ihnen gute Anlagetipps gegeben hat, so sollten Sie dennoch weiterhin auch andere Börsenbriefe lesen. Stützen Sie sich ruhig auf einen Börsenbrief, informieren Sie sich aber gleichzeitig, was andere Börsenbriefe so schreiben. Sie können ja immer mal ein Testabo von einem anderen Börsenbrief bestellen, um hinein zu schnuppern.