Eine Nanoversiegelung verändert die Oberflächenstruktur verschiedener Materialien im Nanobereich. Diese Veränderung bewirkt eine Resistenz gegen Schmutzpartikel, Kalkablagerungen und Flüssigkeiten wie Wasser, Fette und Öle.
Oft werden Nanoversiegelungen zur Behandlung von Glasoberflächen verwendet.
Die Nanoversiegelung geht eine chemische Verbindung mit einer glatten Oberfläche ein. Andere Materialien wie Wasser, Kalk und Staub können sich nicht mehr auf der behandelten Oberfläche absetzen und perlen einfach ab. Das erleichtert die Reinigung von Oberflächen.
Diesen Effekt nennt man auch den Lotuseffekt.
Das Wasser perlt von der Oberfläche der Lotospflanze ab und nimmt dabei alle Schmutzpartikel auf der Oberfläche mit.
Verantwortlich für diesen erstaunlichen Vorgang ist die komplexe Architektur der Oberfläche im nanoskopischen Bereich. Die Wasser abweisende Doppelstruktur der Oberfläche reduziert die Kontaktfläche zwischen ihr und auf ihr liegenden Partikeln so stark, dass diese nicht anhaften können. Die Nanoversieglung ist eine Weiterentwicklung dieses natürlichen Effekts.
Nanoteilchen können im Herstellungsprozess eingebunden werden oder im Nachhinein auf Oberflächen aufgetragen werden. Um eine gute Wirkung bei dem Auftragen der Nanoversiegelung im Nachhinein zu gewährleisten, muss die zu behandelnde Oberfläche vorher gründlich und tensidfrei gereinigt werden. Bei korrekter Anwendung kann man von einer Haltbarkeit des Effekts von ca. 6 Monaten ausgehen.
Die Nanoversiegelung verbessert Beispielsweise die Sicht bei Regen im Autoverkehr und birgt viele weitere Anwendungsmöglichkeiten in sich.
Die Nanoversiegelung auf Lack, Textil, Holz, Stein, und Metalloberflächen wird von vielen Herstellern angestrebt. Es gibt kritische Stimmen die befürchten ungebundene Nanoteilchen könnten beim Eintreten in die Lunge oder in die Haut schädliche Effekte auf die Gesundheit haben. Diese Risiken sind noch nicht ausreichend erforscht aber viele Institute beschäftigen sich eingehend mit diesem Thema.
Kategorie: Sanierung.