Mit einem Blutzuckermessgerät bestimmt man den Glucose Gehalt von Blut. Hierzu muss eine kleine Menge Blut als Probe auf einen Teststreifen gegeben werden. Dazu werden sogenannte Einweg-Lanzetten benutzt. Die Lanzette wird auf eine Fingerkuppe angesetzt und ein kleiner Einstich wird vorgenommen. Das entweichende Blut wird von der Lanzette aufgenommen. Es empfiehlt sich hierbei die Außenseiten der Fingerkuppen als Ansatzpunkt zu benutzen, weil hier weniger Nervenenden vorhanden sind. Auf der Verpackung der Teststreifen ist ein Kalibrierungscode angegeben. Dieser Code muss in das Messgerät eingegeben werden.
Die Teststreifen müssen in der Originalverpackung gelagert werden, um eine zuverlässige Auswertung zu gewährleisten. Die modernen Geräte saugen das Blut von dem Teststreifen in ein Testfeld, das von Außen nicht sichtbar ist. Dort findet eine biochemische Reaktion statt. Das Blut reagiert dort mit Glucose Oxidase.
Gleichzeitig wird der Kontakt zwischen verschiedenen Elektroden hergestellt. Eine exakt definierte, elektronische Spannung wird durch das Blut im Testfeld geleitet. Die Stromstärke und der Zeitverlauf der Spannung werden gemessen. Anhand der Messungen des Stromstärkenverlaufs kann das Gerät den genauen Blutzuckerwert bestimmen. Die Messungen der modernen Blutzuckerckermessgeräte sind sehr exakt, sie können aber schon durch kleinste Verunreinigungen auf der Haut verfälscht werden. Deshalb ist ein gründliches Waschen der Hände vor dem Blutzuckermessen sehr wichtig. Bei fragwürdigen Testergebnissen können Kontrolllösungen zum Einsatz kommen. Kontrolllösungen enthalten eine standardisierte Glucosekonzentration und Stoffe die sie blutähnlich machen. Mittels dieser Kontrolllösungen kann die Funktion des Blutzuckermessgerätes getestet und kontrolliert werden. Anstelle eines Bluttropfen trägt man einen Tropfen Kontrolllösung auf den Teststreifen auf. Wenn das Ergebnis im Toleranzbereich, der auf dem Teststreifen angegebenen, Werte liegt, ist das Gerät funktionstüchtig.
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