In der Hundeerziehung werden oft schwere Fehler gemacht. Vielen Hundehaltern fehlt – bei allem guten Willen – das Verständnis für den Vierbeiner. Oft wird vom Hund Unmögliches verlangt, was dieser natürlich nicht leisten kann. Hunde folgen arttypischen Verhaltensmustern, die Tiere zu „vermenschlichen“ ist wenig hilfreich und trägt nicht zum Verständnis des Hundes und zu einer guten Beziehung zwischen ihm und seinen Menschen bei.

Kommt ein Hund, sei es der niedliche Welpe oder ein bereits ausgewachsenes Tier, in den Haushalt, übernimmt der Halter zahlreiche Pflichten. Er muss den Rüden oder die Hündin versorgen, aber auch angemessen beschäftigen und erziehen. Grundlage jedes Erziehens ist die Vertrauensbildung. Nur wenn der Hund Vertrauen zu Herrchen bzw. Frauchen hat, folgt er gern und kontinuierlich den vorgegebenen Regeln. Das Tier beachtet sehr genau das Verhalten der Menschen. Weder Nuancen in der Mimik, Gestik noch in der Stimmlage entgehen ihm. Befehle sollten daher immer konsequent und klar nicht nur verbal, sondern auch durch die Körpersprache ausgedrückt werden. Erfolgen die Kommandos eindeutig und für den Hund verständlich und akzeptiert das Tier den Menschen als Rudelführer, gibt es in der Regel auch keine Probleme beim Befolgen.

Zeigt der Vierbeiner das gewünschte Verhalten, so muss sein Halter ihn angemessen dafür belohnen, zum Beispiel durch Leckerli, Streicheln oder ein mündlich ausgesprochenes Lob. Dabei sollte jedwede Übertreibung vermieden werden. Im Gegenzug darf der Hund nicht angebrüllt oder verprügelt werden, wenn er nicht so folgt, wie es seinem Herrchen genehm ist. Korrekte Hundeerziehung setzt auch immer Geduld voraus. Regelmäßiges Üben und positive Bekräftigung sind wirkungsvoller als drakonische Strafen.